Die kostbarste Ressource der Welt

Wasserhahn mit ausfließendem Wasser, Bild von aidah auf Pixabay (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Wasserhahn mit ausfließendem Wasser, Bild von aidah auf Pixabay

Wasser ist unsere kostbarste Ressource. Wir benötigen es zum Trinken, für die Landwirtschaft, Industrie und zur Energieversorgung. Zum Glück ist unsere Erde zu ca. 70 % mit Wasser bedeckt. Doch nur etwa 3 % davon sind Süßwasser, von dem wiederum ca. 99,5 % in tiefen Grundwasserschichten oder Gletschern gespeichert sind. Somit sind nur etwa 0,5 % des Wassers auf unserer Erde für uns nutzbar! In Deutschland scheint aktuell genügend Wasser vorhanden zu sein, in anderen Teilen der Welt jedoch nicht. Etwa ein Viertel der Weltbevölkerung ist von Wasserknappheit betroffen, da das für uns nutzbare Trinkwasser sehr ungleich verteilt ist. In Deutschland werden die Wasservorräte auch zeitweise und lokal knapp. Gerade im Sommer wird unsere Wasserversorgung auf die Probe gestellt, da es zunehmend trockener und heißer wird und gleichzeitig der Wasserverbrauch steigt. Dieses Problem wird sich infolge des Klimawandels weltweit weiter verschärfen. Auch die Ansiedlung von Großkonzernen wird oft zum Problem für die Wasserversorgung, da diese Unternehmen sehr viel Wasser benötigen, welches dann der Bevölkerung und der Natur vor Ort entzogen wird.

 

Es gibt zahlreiche Gründe, Wasser zu sparen. Wer Wasser spart, spart auch Geld, denn je geringer der Wasserverbrauch, desto geringer ist logischerweise auch die Wasserrechnung. Aber auch die Energiekosten lassen sich durch Wassersparen senken, denn je weniger Wasser man beispielsweise beim Duschen oder Waschen verbraucht, desto weniger Wasser muss erhitzt werden – das spart Energie und damit Geld. Auch die Natur freut sich, wenn wir sparsam mit Wasser umgehen, denn unser Trinkwasser wird aus dem Grundwasser entnommen. Auch wenn sich dieses zum großen Teil wieder nachbildet, steht es in der Natur nicht unbegrenzt zur Verfügung. Abwasser kann der Natur ebenfalls schaden, da es möglicherweise schädliche Stoffe enthält, die die Umwelt belasten. Je weniger Wasser wir verbrauchen, desto weniger Abwasser entsteht.

 

Wasser zu sparen ist also eine gute Sache. Aber wie funktioniert das am besten? Zum Beispiel im Badezimmer: Beim Händewaschen, Duschen und Zähneputzen den Wasserhahn während des Einseifens oder Zähneputzens zudrehen. Duschen statt baden und dabei am besten einen Wassersparduschkopf verwenden, mit dem man Wasser sparen kann ohne am Duscherlebnis Abstriche machen zu müssen. Außerdem sollte man Wasch- und Spülmaschinen nur anstellen, wenn sie wirklich voll sind, und dabei dann am besten Eco-Programme nutzen, da diese weniger Wasser verbrauchen. Auch im Garten lässt sich Wasser sparen. Am besten fängt man Regenwasser auf und nutzt es zur Bewässerung. Pflanzen sollte man lieber abends oder morgens gießen und nicht in der Mittagshitze, da sonst ein Großteil des Wassers verdunstet, bevor es von den Pflanzen aufgenommen werden kann. 

Zudem ist unser Konsumverhalten für den Wasserverbrauch entscheidend, denn ein Großteil des Wasserverbrauchs ist sogenanntes virtuelles Wasser. Das ist Wasser, was zur Herstellung und zum Transport von Produkten verbraucht wird und wir nicht direkt sehen können. Um Wasser zu sparen, sollte man weniger tierische Produkte, mehr regionale und saisonale Produkte und weniger neue Dinge wie Kleidung oder elektronische Geräte kaufen, da deren Herstellung ebenfalls enorm viel Wasser benötigt. Auch das Trinken von Leitungswasser ist wassersparend, denn für 1 l Wasser in einer Plastikflasche werden für Herstellung und Transport ca. 7 l Wasser verbraucht.

 

Auch wenn es für uns noch selbstverständlich ist, dass uns genug Wasser zur Verfügung steht, lohnt es sich, Wasser zu sparen – für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel. Schon durch kleine Veränderungen kann man Wasser sparen und etwas Gutes tun.

 

Text: Laura Glässer