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Ahorn-Rußrindenkrankheit

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Bild zur Meldung: Ahorn-Rußrindenkrankheit

Nicht nur wir leiden unter den zunehmend höheren Temperaturen. Auch der Natur macht der Klimawandel zu schaffen. Insbesondere viele Bäume kämpfen mit der zunehmenden Trockenheit und Hitze, z.B. Ahornbäume, die sich jetzt auch noch gegen einen Pilz wehren müssen…. 
 

Cryptostroma coticale

Hinter diesem komplizierten Namen verbirgt sich ein Pilz, der vorwiegend Ahornbäume, in Europa besonders Bergahorn befällt und die Ahorn-Rußrindenkrankheit auslöst. Der aus Nordamerika stammende Pilz wurde 2005 erstmals in Deutschland und 2006 erstmals im Leipziger Raum nachgewiesen. Über kleine Verletzungen in der Borke des Baumes gelangen die Pilzsporen in den Baum und breiten sich erst symptomlos im Kernholz im Inneren des Baumes aus. Die Ahorn-Rußrindenkrankheit bricht dabei nur bei geschwächten Bäumen aus, v.a. wenn diese nach langer Hitze und Trockenheit an Wassermangel leiden. Dann wächst der Pilz vermehrt Richtung Rinde und es zeigen sich die typischen Symptome. Der Pilz produziert dabei sehr viele Sporen, 100 bis 170 Millionen pro Quadratzentimeter, die durch den Wind verbreitet und durch Regen den Stamm herunter geschwemmt werden. Cryptostroma coticale profitiert dabei im Gegensatz zu den Bäumen vom Klimawandel, denn er ist wärmeliebend und nutzt die Schwächung der Bäume durch die zunehmende Trockenheit aus. Ältere, gut mit Wasser versorgte Bäume sind deshalb weniger anfällig für diesen Pilz.  Er führt dabei über kurz oder lang zum Tod des Baumes, im schlimmsten Fall bereits im ersten Jahr.  
 

Anzeichen
Bei erkrankten Bäumen kommt es zur Welke von Blättern und Absterben von Teilen der Baumkrone. Schließlich lösen sich Teile der Rinde vom Stamm ab und das darunter liegende Holz ist von einer bis zu einem Zentimeter dicken schwarzen Schicht aus Pilzsporen bedeckt, die rußähnlich aussieht und der Krankheit ihren Namen verleiht. 


Gesundheitsrisiko
Nicht nur für den Baum ist der Pilz ein Problem, seine Sporen können auch für Menschen gefährlich werden. Durch das Einatmen dieser kann es besonders bei Menschen mit einer vorbelasteten Lunge oder Allergien zu Husten, Atemnot und Fieber kommen. Waldspaziergänger*innen sind dabei weniger gefährdet, da sie den Sporen, wenn überhaupt nur kurz ausgesetzt sind. Für Wald- und Forstarbeiter*innen hingegen besteht ein hohes Risiko, weshalb sie bei Arbeiten an befallenen Bäumen Schutzkleidung tragen sollten. 
 

Maßnahmen
Ist die Ahorn-Rußrindenkrankheit erst einmal ausgebrochen, ist es schwer sie wieder einzudämmen, weshalb präventive Maßnahmen getroffen werden sollten. Da die Krankheit vorwiegend bei langer Trockenheit ausbricht, sollte die Wasserversorgung von Bäumen in Siedlungsgebieten durch eventuelles zusätzliches Gießen gesichert werden. Auch alle Maßnahmen zum Klimaschutz kommen den Ahornbäumen zugute. Bereits befallene Bäume sollten schnellstmöglich durch Fachkräfte mit Schutzkleidung gefällt und anschließend verbrannt werden, um die Ausbreitung der Sporen einzudämmen. Sollten Passanten einen betroffenen Baum finden, melden sie das am besten bei den örtlichen Behörden.

 

Fazit
Die Ahorn-Rußrindenkrankheit wird von einem Pilz ausgelöst und bricht nur bei geschwächten Bäumen aus.  Bei betroffenen Bäumen blättert die Rinde teilweise ab und das darunter liegende Holz ist mit einer schwarzen Schicht aus Sporen bedeckt. Auch für Meschen können die Pilzsporen gesundheitliche Risiken bergen. Spaziergänger*innen sind von diesen allerdings in der Regel weniger betroffen. Um den Pilz einzudämmen, ist es wichtig das Klima zu schützen, da er vom Klimawandel profitiert.

 

Autor*in: Laura Glässer FÖJlerin der Auwaldstation