Info- und Werkstatttag Insektennisthilfen

Am Sonntag, dem 22. Mai 2022 findet ab 14 Uhr ein Info- und Werkstatttag statt zum Thema Insektennisthilfen.
Wie werden Insektennisthilfen sinnvoll und artgerecht gestaltet?
Die verschiedenen Wildbienen-Arten haben zum Teil ganz unterschiedliche Ansprüche. Manche benötigen markhaltige Stängel, wieder andere Lehmwände, aber auch hohle Schilfrohre und Löcher im Holz werden gerne besiedelt. 
Bei unserem Info- und Werkstatttag erfahren Sie alles Wissenswerte über nützliche Insekten und ihre Ansprüche und können dies gleich in die Tat umsetzen, indem Sie Insektennisthilfen selbst bauen und gestalten.
 
Kosten: 6 €, mit Anmeldung

Nisthilfen auf dem Prüfstand

Sogenannte Insektenhotels für solitär lebende Wildbienen erfreuen sich großer Beliebtheit und sind ein einfacher Weg, um oberirdisch nistende Wildbienenarten zu unterstützen. Doch leider sind etwa 90 Prozent der im Handel angebotenen Insektennisthilfen wertlos. Sie werden aufgrund falschen Materials oder der falschen Verarbeitung nicht von Wildbienen bezogen. Deshalb informieren wir mit dieser Naturschutztipp-Reihe über Fehlerquellen beim Bau von Nisthilfen.

So nicht! Bohrungen im Hirnholz.

Besonders häufig werden Stämme oder Äste mit Bohrungen im Hirnholz – d.h. parallel zur Holzfaser – angeboten. Wildbienen auf Niströhrensuche meiden diese aber instinktiv. Grund dafür ist, dass die angeschnittenen Holzfasern Luftfeuchtigkeit aufnehmen und damit das Holz ungleichmäßig trocknet. Es entstehen Spannungen und schließlich Risse. Diese sind Eintrittspforten für Pilze und Parasiten. Grund genug hier keine Kinderstube einzurichten. Der Blick in die Natur zeigt, tote Stämme werden von Insekten quer zur Holzfaser – also beispielsweise von der Stammaußenseite aus – bezogen. 

Richtig! Bohrungen quer zur Faser, Wildbienen besiedeln das Holz.

Diese Löcher sind zudem durch Vornutzer glatt genagt und lassen damit einen unbeschadeten Besuch zu. Was die Wildbienen nämlich gar nicht mögen, sind unsaubere, ausgefranste Bohrungen. Hier drohen die zarten Flügel einzureißen. Ein Preis, den die Tiere nicht bereit sind zu zahlen.

Wildbienen sind unsere ökonomisch wertvollsten Bestäuber. Die meisten insektenblütigen Pflanzen sind auf Wildbienen als Pollenträger angewiesen, darunter auch ein Großteil unserer Nutzpflanzen. Sie sind – im Gegensatz zur domestizierten Honigbiene – für einen funktionierenden Naturhaushalt unverzichtbar. Umso wichtiger, dass die angebotenen Nisthilfen auch ihren Zweck erfüllen.

Carl und Maria erzählen

Wie lebten Kinder vor 200 Jahren? Welche Spiele spielten sie?
Begleite Carl und Maria auf einer historischen Schlossparkführung!
Sie beginnt am Sonntag, dem 15 Mai 2022 um 14 Uhr an der Auwaldstation.
kostenfrei, (mit Anmeldung)

Unbeliebte Gäste an der Wildbienen-Nisthilfe

Carsten Siegel, Goldwespe (Chrysididae) in Schlafhaltung, CC BY-SA 4.0

Von vielen mit Argwohn betrachtet, spricht der Besuch von parasitischen Kuckucksbienen an der Nisthilfe für die biologische Qualität im eigenen Garten. Immerhin ist ein Drittel aller Wildbienen zu dieser Lebensweise übergegangen. Sie sind ebenso streng geschützt wie ihre Wirte und hängen mit ihrer Spezialisierung maßgeblich von ihren Wirten bzw. deren artspezifischem Pollenvorrat ab.

Dennoch ist es grundsätzlich zu empfehlen, auf kleine, verteilte Nisthilfen zu setzen, statt eine große, einförmige Nistwand aufzustellen. Der Parasitendruck hält sich so im Rahmen. Es gilt auch hier wieder: Vielfalt ist der Schlüssel zu einem funktionierenden Naturhaushalt. So entsteht eine natürliche Wellenbewegung zwischen Wirten und Parasiten. Haben die Parasiten die Oberhand gewonnen, sterben die Wirte. Ohne Wirte können die Parasiten nicht existieren und es kommt zu einer Erholung der Wirtsbienen. Dieser Mechanismus verhindert, dass Parasiten Überhand nehmen. » weiterlesen

Tierische Stadtbewohner

Am Samstag, den 07. Mai 2022 ab 14 Uhr lädt die Auwaldstation zu einer Familienexkursion zu unseren tierischen Nachbarn ein. Mit Spielen und Wissenswertem gestaltet Beatrice Schlabes den Nachmittag. 

Wilde Tiere passen sich seit jeher an die Lebensweisen der Menschen an. Sie sitzen auf Bäumen und vor unseren Häusern oder haben sich in unseren Gärten niedergelassen. Selten bemerken wir sie jedoch. 
Was wissen wir über diese tierischen Stadtbewohner und was können wir über sie lernen?
 
Kosten: 6 €, mit Voranmeldung