Fledermäuse in Wohnungsnot

Bechsteinfledermaus
(Myotis bechsteini)
Gilles San Martin, CC BY-SA 2.0

Sie sind entgegen Ihres lange verbreiteten Rufes keine blutrünstigen Vampire, belästigen nicht durch Lärm oder Dreck und sind die ökologischsten Insektenvernichter, die sich ein Gartenbesitzer wünschen kann. Alles könnte so schön sein, gäbe es da nicht ein Problem: Fledermäuse sind in akuter Wohnungsnot. Aus diesem Grund sind fast alle der in Deutschland heimischen Arten vom Aussterben bedroht.

Ursprünglich dienten natürliche Felsen, Höhlen und Bäume mit Spechthöhlen oder abplatzender Rinde Fledermäusen als Behausungen. Derartige Hohlräume findet man in unseren Breiten kaum noch. Die Luftakrobaten sind längst auf Alternativen ausgewichen, darunter unsanierte Gebäude in unseren Städten und Dörfern. Kleinen Fledermausarten reichen schon Spalten mit nur ein oder zwei Zentimetern Größe als Einschlupfloch. Hinter offenen Fugen liegende Hohlräume nutzen beispielsweise Abendsegler als Winterquartier. Mancherorts tummeln sich hunderte Große Mausohren auf Dachböden. Aber auch hinter Verkleidungen an Hauswänden, Flachdachkanten oder einfachen Fensterläden entstehen Spaltenquartiere. Diese Anpassungsfähigkeit wird den Fledermäusen spätestens in Zeiten der klimawirksamen Gebäudesanierung zum Verhängnis. Im Zuge der Bau- und Modernisierungsarbeiten werden Hohlräume und Spalten verschlossen.

In den nächsten Wochen möchten wir deshalb über Möglichkeiten informieren, wie wir Fledermäuse im und am Haus auf vielfältige Weise unterstützen können.

Tipp 1: Vor Umbaumaßnahmen im Keller, auf dem Dachboden und an der Außenfassade  unbedingt einen Sachverständigen zu Rate ziehen! Fledermausquartiere sind für den Laien sehr schwer zu auszumachen.

Spurensuche im Auwald

Am Sonntag, den 30. Januar 2022 lädt die Auwaldstation ab 13 Uhr zu einer Familienexkursion ein. Unter dem Motto „Spurensuche im Auwald“ soll es zunächst darum gehen, was Spuren überhaupt sein können. Dann begeben wir uns auf die Suche rund um die Auwaldstation, um Spuren von Tieren zu entdecken.

Anmeldung telefonisch oder per E-Mail in der Auwaldstation.
Es gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen, mit Nachweis) und Kontakterfassung.

Kosten: 5 €

 

Schwarzwald statt schwarzer Luft

Anfang des Jahres planen viele Menschen Ihren Sommerurlaub. Entspannung gelingt jedoch nicht nur an den Stränden der Karibik. Ob Schwarzwald oder Alpen im Süden, das Wattenmeer im Norden, die Sächsische Schweiz im Osten oder der Nationalpark Eifel im Westen. Deutschland ist abwechslungsreich, voller Natur und bietet perfekte Orte zum Entspannen oder aktiv werden. Eine besondere Herausforderung, aber auch Entschleunigung bieten Fernwanderwege wie der Malerweg in der Sächsischen Schweiz oder der Schluchtensteig im Schwarzwald. Mit einer Reise innerhalb Deutschlands kannst du das Klima schonen, Neues ganz nah entdecken und deinen Urlaub besser ausnutzen.

Eine gute Tat zum Jahresbeginn

Letztes Wochenende legten die Jungen Naturwächter Hand an gegen das Baumsterben im Leipziger Auwald. Gemeinsam mit unserem Ehrenamtlichen Herrn Seifert pflanzten sie eine Stieleiche im Schlosspark Lützschena. Der Jungbaum ist ein toller Anlaufpunkt für unsere nächsten Treffen, dessen Pflege die Kinder übernehmen.

Neben der Pflanzaktion entdeckten wir Spuren von Reh, Fuchs und Specht und lernten diese zu unterscheiden. So bietet auch der Winter viele Möglichkeiten für Entdeckungstouren. Wir erfuhren, dass sich Spuren nicht auf Trittsiegel beschränken, sondern überaus vielfältig sein können. So lernten wir unterschiedliche Fraßspuren kennen, entdeckten Wildwechsel und untersuchten Gewölle – mit erstaunlichen Erkenntnissen.

Nach diesem Treffen wissen wir, warum Gips, Spiegel und Taschenlampe zur nächsten Detektivtour einfach dazu gehören.

Es hat wieder Spaß gemacht. Danke an alle TeilnehmerInnen.

Sport und Naturschutz gehen auch zusammen

Funk Dooby from Kent, UK, Plogging with Coastal Striders – FUNK9730 (42405061590), CC BY-SA 2.0

Mit dem neuen Jahr assoziieren viele einen Neustart oder Wandel der Gewohnheiten. Dabei können Anzahl und Größe der Vorsätze manchmal nicht groß genug sein. Die Motivation geht dann oft schnell verloren. Wie wäre es aber, wenn man zwei Vorsätze gleich miteinander verbindet?

Eine Variante Sport und Naturschutz zu kombinieren, heißt plogging. Plogging setzt sich zusammen aus dem Wort „plocka“ (schwedisch) für sammeln und Jogging und steht für eine Natursportart, bei der Müll aus der Umwelt aufgesammelt wird, um ihn dem Recylingkreislauf zurückzuführen. Ein weltweiter Trend, der Intervalltraining mit dem Kampf gegen die Vermüllung der Landschaft verbindet. Plogger gibt es inzwischen auch deutschlandweit. Hier vereinen sich sportliche Aspekte, gemeinsame Aktivität und soziales Engagement. Damit ist plogging ein Trend, der in unseren Städten hoffentlich zur Gewohnheit wird und immer mehr Nachahmer findet.

Setzen wir ein Zeichen!