Der KlimaTipp für Nikolaus

Stiefel vor den Türen, gespannte Kinder in den Häusern und die ersten Weihnachtslieder erklingen. Doch der Nikolaus steht nicht nur für Schokolade in Stiefeln, sondern auch für die Gleichberechtigung und den Schutz aller Lebewesen. Inspiriert von ihm, können wir am 6. Dezember nicht nur den Kindern, sondern auch dem Klima eine Freude machen und zwar mit dem richtigen Heizen. Eine ganz einfach umzusetzende Regel ist: Fenster auf <-> Heizung zu. Mit einem elektronisch programmierbaren Thermostat, kann zusätzlich Geldbeutel und Klima geschont werden. Damit lassen sich im Durchschnitt 430 kg CO2 im Jahr einsparen, was einem Flug von Hamburg nach Freiburg entspricht.

Morgen, morgen, nur nicht heute – Winterruhe auch für Nistkästen

Bild von MyriRoet auf Pixabay

Es heißt wieder: „Beine hochlegen und nichts tun“, anstatt bei diesen Temperaturen Vogelnistkästen zu reinigen. Denn gerade jetzt suchen viele Tiere unserer Gärten dieses warme kuschelige Nest aus Gras und Moos auf, um sich vor den sinkenden Temperaturen zu schützen. Neben Nützlingen wie Ohrwürmern, Florfliegen, Hummel- und Wespenköniginnen, finden sich auch immer wieder Säugetiere, wie unsere heimischen Schlafmäuse, in diesen Nestern ein. » weiterlesen

Jeden Freitag – Dein neuer KlimaTipp!

Heute: Dein ganz persönlicher KlimAdventskalender

Adventskalender sind mit Vorfreude und Überraschung verbunden, aber leider meist nicht besonders klimafreundlich. Billige Schokolade, Palmöl und jede Menge Plastik, all das schadet uns und dem Klima. Um 1 Kilogramm Schokolade herzustellen, benötigt man bis zu 27.000 Liter Wasser, das entspricht 180 Badewannen.

Eine besondere und auch viel persönlichere Alternative ist ein selbstgestalteter Adventskalender.
Viel Spaß mit unseren Tipps und eurem ganz persönlichen KlimAdventskalender!

  • Kulinarische Überraschungen (Selbstgetrocknete Kräutertees, vegane Vanillekipferl, Gewürzmischungen oder ein Weihnachts-Müsli-Mix)
  • Zeit – im doppelten Sinne fürs Klima (Zeit für einen Spaziergang, Zeit zum Entspannen, Zeit zum Basteln von weihnachtlichen Sternen)
  • Was sonst noch Freude macht (Selbstgemachte Naturkosmetik, ein persönlicher Brief, ein besonderes Foto)

Von A wie Ameisenhaufen bis Z wie Zugvögel…

… die Jungen Naturwächter endeckten in der Burgaue wieder allerhand Spannendes passend zur Winterzeit.

Diesen Samstag trafen sich wieder unsere Jungen Naturwächter in der Auwaldstation. Pünktlich zum Thema „Natur im Wandel“ beobachteten wir vorbeiziehende Gänse, begaben uns auf die Suche nach dem besten Winterversteck für den Igel und erfuhren Spannendes zur Überlebensstrategie der im Auwald heimischen Furzgrundel, dem Europäischen Schlammpeitzger.

Wie ist es als Kleiber kopfüber den Baum hinab zu laufen? Warum klettert ein Eichhörnchen in Spiralen den Baum entlang? Und warum frisst der Storch kaum noch Frösche oder Insekten sondern Stare? Diesen und anderen Fragen gingen wir nach und kamen auf interessante Antworten.

Unseren Nachmittag ließen wir am selbst entfachten Feuer beim Schnitzen und mit der Zubereitung von Meisenknödeln in Tontöpfen, Weidenruten und Baumscheiben ausklingen. Sehr zur Freude unserer Standvögel rings um unsere Auwaldstation. Wer die Kunstwerke der Kinder sehen möchte, sollte sich beeilen, der Futterbaum ist heißbegehrt.

Enten und andere Wasservögel füttern

Es ist bei vielen Brauch: für den Spaziergang zum See wird wohlwollend eine Tüte mit den Brotresten der letzten Woche eingepackt. Da werden sich die Enten aber freuen. Oder nicht?

Ein Kind füttert Wasservögel
Ein Kind füttert Wasservögel; Foto: pixabay.de

Viele Wasservögel, wie Stockenten sind ausgesprochen anspruchslos und fressen so ziemlich alles, was ihnen vor den Schnabel kommt, sich hinreichend verdauen und ohne großen Aufwand erlangen lässt. Da wundert es nicht, das ganze Scharen von Enten an Futterstellen auftauchen und unser, vorher fürsorglich in schnabelgerechte Happen zerteiltes Brot, vertilgen.

Was in geringen Mengen noch nicht schädlich ist, macht die Tiere auf Dauer jedoch krank. Zudem verlieren Wasservögel ihre natürliche Fluchtdistanz zum Menschen, dadurch können sie häufiger Opfer von Fahrzeugen und Hunden werden. Die großen Vogelansammlungen verursachen bei ihnen zudem großen Stress und machen sie aggressiv. Häufiges Füttern beeinflusst ferner die Zuggewohnheiten von Wasservögeln. Was mancherorts dazu führt, dass Vögel auf Reise in den Süden verzichten. Sie sind somit von weiteren Fütterungen abhängig oder überstehen den Winter nicht. Hinzu kommt die starke Verschmutzung des Wassers durch Futterreste sowie durch Ausscheidungen immer größer werdender Populationen. Die Folge sind vermehrtes Algen- und Bakterienwachstum und damit Sauerstoffmangel. Durch die schlechte Wasserqualität überleben nur wenige Wasserorganismen, welche wiederum oft die eigentliche Nahrung der Wasservögel darstellen.

Füttern ist damit ein Eingriff in die Natur, der nicht ohne Grund vielerorts verboten ist. Wir wünschen uns, dass gerade Eltern ihren Kindern Wege zeigen, auch ohne diesen Brauch die Natur zu bewundern. Hierzu zeigen wir Ihnen in der Auwaldstation immer wieder tolle Möglichkeiten.

Wer nicht auf das Erlebnis des Fütterns verzichten möchte, besucht einfach den Leipziger Wildpark. Hier darf nach Herzenslust mit artgerechtem Futter gefüttert werden.