Flechten mit frischer Weide

Mit einer einfachen Flechttechnik flechten wir Werkstücke / Dekoobjekte unter der Anleitung der Natur- und Wildnispädagogin Heike Bürger;

25 € zzgl. Material,
Kinder ab 12 Jahre mit Begleitung

Noch einige wenige Restplätze vorhanden!

Rückfragen und Anmeldung unter:

Wenn langsames Sterben Leben schenkt

Inmitten unserer ländlichen Kulisse stehen sie, urig anmutende Kopfweiden. Diese charakteristischen Baumgestalten sind nicht nur malerisch anzusehen, sondern haben auch einen bedeutenden ökologischen Wert. Dabei meint Kopfweide keine Baumart im botanischen Sinne, sondern eine durch Schnitt hervorgerufene Form von Korb- oder Silberweiden.

Die Bäume entwickeln durch regelmäßigen Schnitt ihre Kopfform und zeigen sämtliche Phasen der Holzzersetzung, denn Schnittflächen sind Eintrittspforten für Pilzsporen und Feuchtigkeit. Die anfänglich kleinen Höhlungen im Kopfbereich greifen in den Stammbereich und langfristig in den Stammmantel über. » weiterlesen

Info- und Werkstatttag: Nistkastenbau

Bereits im Februar beginnen die ersten Vögel mit der Suche nach Brutplätzen. Deshalb sind die kommenden Wochen gut geeignet, um Vogelnistkästen zu bauen und aufzuhängen.

Aus diesem Grund laden wir am Sonntag, dem 04. Februar ab 13 Uhr zum Bauen von Nistkästen in die Auwaldstation ein. Zusätzlich gibt es einen kleinen Rundgang mit vielen nützlichen Tipps und Hintergrundinformationen zum Thema. 

Kosten: 3 €, zzgl. 12 € pro Bausatz

Anmeldung telefonisch oder per E-Mail, an:  0341/4621895 oder

Nur die Harten komm´ in Garten

Foto: Pixabay

Jedes Kind spricht vom Weißstorch, welcher vor dem winterlichen Kälteeinbruch in wärmere Gefilde flieht. Doch längst nicht mehr alle Weißstörche scheinen den Weg nach Nordafrika für nötig zu halten. Viele nach Westen ziehende Störche fliegen nur noch bis zur Iberischen Halbinsel. Der Leipziger Weißstorch-Experte Manfred Seifert begründet diesen Trend mit dem „reichlichen Nahrungsangebot auf offenen Deponien und bewässerten Reisfeldern in Spanien und Portugal“. Dies hat den Vorteil, dass sie sich die Energie zehrende Reise nach Nordafrika sparen und damit ihre Überlebenschancen steigern. Ein weiteres Phänomen ist, dass offenbar viele Weißstörche die Reise gar nicht mehr antreten und einfach in Deutschland bleiben. Überwinternde Weißstörche sind vor allem im Südwesten von Deutschland keine Seltenheit mehr. „Besonders in Oberschwaben und im Elsass waren die Populationen in den 80-er Jahren auf dem Tiefpunkt.“ Durch Nachzuchten gibt es wieder einen deutlichen Anstieg der Brutpaare. „Die Zufütterung der in die Freiheit entlassenen Tiere brachte sie zum Bleiben.“ In den ostdeutschen Bundesländern sind Winterstörche dagegen eine Ausnahme. Derzeit meldet Storchenbetreuer Uwe Seidel drei Winterstörche in Sachsen, die es vorziehen, im Brutgebiet zu bleiben.

Foto: Pixabay

Wie sich unsere Weißstorch-Populationen angesichts drohender Schließung von Deponien und zunehmender Trockenheit entwickeln, bleibt offen. Deutlich wird nur, dass die Nahrungsopportunisten die Vorteile von milden Wintern längst erkannt haben. Außerdem könnte sich die Frühjahrstrockenheit auch vorteilhaft auf die Jungenaufzucht auswirken, da weniger Jungstörche an Durchnässung und Unterkühlung sterben.

Über den aktuellen Anteil der Winterstörche gibt es leider noch keine Übersicht. Derzeit läuft aber eine Erfassung jener durch den NABU. Es bleibt also spannend. Beteiligt euch und meldet eure Beobachtungen bis zum 31. 01. 2024 auf der Seite https://nabu-naturgucker.de/weissstorch.

Gruppenkuscheln fürs Überleben

Schnee und Eis verwandelten den Schlosspark dieser Tage in ein Winterwunderland. Glücklich ist, wer -warm eingepackt – Wald und Wiese erwandern und sich von der Sonne wärmen lassen kann.

Für unsere heimischen Vögel ist es nicht so einfach den kalten Temperaturen zu trotzen. Doch die tapferen Federtiere warten mit allerhand Tricks auf, um ihre 38 bis 42 Grad Körpertemperatur zu halten. Beim Kampf gegen Frostbeulen plustern sie sich zu einer kleinen Kugel auf. Damit verkleinern sie ihre Oberfläche und geben weniger Wärme ab. Zudem wirken Luftpolster zwischen den fein verzweigten Daunen besonders isolierend. Werden die Nächte dann dennoch zu kalt, lösen Wintergoldhähnchen und Zaunkönige ihre Reviergrenzen auf, um Kuschelgemeinschaften zu bilden. Denn Kuscheln hält warm. Beim Gartenbaumläufer drängen sich sogar bis zu 20 Tiere in einer Baumhöhle zusammen, die alle einmal in den Genuss des wärmsten Platzes in der Mitte kommen dürfen. Alpenschneehühner graben sich zum Schlafen sogar im Schnee ein, um die isolierende Wirkung zu nutzen. Außerdem haben unsere heimischen Vögel stetig kalte, aber gut durchblutete Füße. Das fußwärts fließende Blut gibt Wärme an das körperwärts fließende Blut ab. Dabei sind die Füße mit relativ kühlem Blut versorgt – weshalb kaum Wärme verloren geht und auch das Eis unter den Füßen nicht schmilzt. » weiterlesen