Silvesterrituale und ihre Opfer

Bild von Nico Sonnabend

Was hat ein überfahrener Igel mit unserem Silvesterfeuerwerk zu tun? Diese Verknüpfung erschließt sich uns nicht sofort. Wer am Neujahrsmorgen mit offenen Augen die Landstraße entlang fährt, wird dieses Phänomen jedoch beobachten können. So ging es auch mir Neujahr 2022. Warum lagen mitten im Winter überfahrene Igel am Straßenrand? Müssten diese nicht im Winterschlaf sein? Richtig, das war der Plan. Doch was macht man, wenn die Welt um einen herum zu explodieren scheint? Man ergreift die Flucht. So wie es den Igeln in dieser Nacht erging, ergeht es jedes Jahr unzähligen Wildtieren. Igel erwachen aus ihrem Energiesparmodus. Körpertemperatur und Herzschlagfrequenz werden stundenlang energieaufwendig hochgefahren. Reserven, die nicht wieder aufgebaut werden können. Manch Igel übersteht den Winterschlaf nur noch mit Ach und Krach oder bricht ihn frühzeitig ab, da seine Fettreserven völlig aufgebraucht sind. Sie sind die „Sorgenkinder“ des neuen Jahres. » weiterlesen

Weihnachtsgruß

Bild von Nico Sonnabend

Wir, das Team der Auwaldstation, bedanken uns für euer Interesse und eure Unterstützung. Wir blicken auf ein herausforderndes und arbeitsintensives Jahr in aufwühlenden Zeiten zurück. Wir haben viel geschafft und noch viel mehr vor. Doch bevor wir uns neuen Herausforderungen stellen, genießen wir unsere kleine Auszeit.

Wir wünschen euch und euren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, Erholung und viel Gesundheit für einen guten Start ins Jahr 2023.

Eure Auwaldstation

WINTERPAUSE nicht nur in der Auwaldstation

Wir verabschieden uns in die Weihnachtspause. Vom 24.12.2022 bis 01.01.2023 bleibt die Auwaldstation geschlossen. Doch während wir es uns dieser Tage in der warmen Stube gemütlich machen, nutzen Fledermaus, Igel und Co. ihre ganz eigenen Winterstrategien, um mit Kälte und Nahrungsmangel umzugehen. Unsere Tierwelt geht in den Energiesparmodus.

Es ist jetzt wieder besonders wichtig, Störungen von Wildtieren zu vermeiden. Jede Flucht verbraucht große Mengen von Energie. Reserven, die für den Winter überlebenswichtig sind. Wird ein Tier im Gebüsch durch Spaziergänger oder freilaufende Hunde aufgescheucht, werden energieaufwendig Stoffwechselvorgänge angekurbelt. Energie aus dem Fettspeicher, der eigentlich als Reserve für den langen Winter dienen sollte. Dieser Verlust schwächt unsere Wildtiere und macht sie anfälliger für Krankheiten. So begünstigt unsere fröhliche Rodelpartie abseits der Wege nicht selten den Tod durch Erschöpfung oder Verhungern von Wildtieren während der kalten Jahreszeit.

Wichtig für uns ist also wieder: Bleibt auf den Wegen. Genießt den Stadtpark oder den Auwald aus der Gastposition. Nehmt eure Hunde an die Leine und gönnt so unseren wenigen verbleibenden Wildtieren, die Ruhe, die sie verdienen.

Es ist erstaunlich, was unsere Natur schafft. Unterstützen wir sie dabei.

Fröhliche Weihnachten

Streusalz-Verbot nicht nur an der Auwaldstation

Dieses Wochenende haben wir Väterchen Frost zu spüren bekommen. Die Wege zur Auwaldstation waren spiegelglatt. Im Stadtgebiet sehen wir, dass viele in diesem Fall noch zum Streusalz greifen. Dies ist aber seit September 2022 laut § 5 der Winterdienstsatzung der Stadt Leipzig verboten. Nur in Ausnahmefällen (wie z. B. Eisregen) und nur, wenn abstumpfende Streumittel keine ausreichende Wirkung erzielen, darf noch Salz verwendet werden. Auch in Halle (Saale) ist die Verwendung von auftauenden Stoffen aus Umweltschutzgründen prinzipiell nicht gestattet. » weiterlesen

Märchenlesung und Weihnachtsbasteln

Am Sonntag, dem 11. Dezember ab 13 Uhr, lädt die Auwaldstation wieder zur Märchenlesung und zum Weihnachtsbasteln aus Naturmaterialien ein.

Kostenfrei, um Spenden wird gebeten

mit Voranmeldung