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Internationaler Tag des Baumes – die Bäume des Auwaldes

Blühende Stieleiche (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Blühende Stieleiche

Am 25. April ist der Internationale Tag des Baumes und die Auwaldstation lädt dazu ein, den Leipziger Auwald als das zu entdecken, was er wirklich ist: ein dynamischer, artenreicher Lebensraum im Wandel.


Im Zentrum stehen die klassischen Baumarten der Hartholz-Aue: die Stiel-Eiche, die Gemeine Esche und die Feld-Ulme. Vor allem die Stiel-Eiche ist ökologisch von unschätzbarem Wert: Alte, bis zu 35 Meter hohe Exemplare bieten Lebensraum für spezialisierte Arten wie den Mittelspecht und hunderte Insektenarten. Gleichzeitig hat sie es heute schwer – ihr Nachwuchs wird durch schattentolerante Konkurrenz zunehmend verdrängt.

Auch die Gemeine Esche prägt den Auwald stark. Sie kann bis zu 40 Meter hoch werden, ist anpassungsfähig und verjüngt sich erfolgreich im Schatten. Doch das sogenannte Eschentriebsterben setzt vielen Bäumen zu und verändert aktuell das Waldbild deutlich.
Die Feld-Ulme hingegen ist heute nur noch ein Schatten ihrer selbst. Einst ein prägender Baum, wurde sie durch das Ulmensterben stark zurückgedrängt. Meist wächst sie nur noch strauchartig und erreicht selten ein höheres Alter.
Neben diesen „Klassikern“ gewinnen seit rund 130 Jahren auch der Berg-Ahorn und der Spitz-Ahorn zunehmend an Bedeutung. Besonders ihre massenhafte Naturverjüngung, vor allem beim Spitz-Ahorn, verändert die Waldstruktur im Leipziger Auwald spürbar. Ohne gezielte Pflege würde sich der Auwald langfristig zu einem artenärmeren Ahornwald entwickeln.
Weitere wichtige Begleiter sind die Hainbuche und die Winterlinde, die vor allem in etwas trockeneren Bereichen vorkommen und die Vielfalt des Auwaldes ergänzen.

 

Text – Enie Herwig, FÖJlerin der Auwaldstation