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Tier des Monats September - Die Schwanzmeise

Schwanzmeise, Bild von Roko07 auf Pixabay (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Schwanzmeise, Bild von Roko07 auf Pixabay

Jeden Monat möchten wir euch eine heimische Art aus dem Leipziger Auwald vorstellen. Die Mitarbeitenden der Auwaldstation haben zahlreiche Vorschläge gesammelt und im Team für zwölf Tiere und Pflanzen im Jahr 2026 abgestimmt. So sind unsere „Arten des Monats” entstanden. Freut euch auf spannende Fakten jeden Mittwoch in den sozialen Medien und am Ende jedes Monats als Artikel auf unserer Website.

 

Die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus), die nicht näher mit den "echten" Meisen verwandt ist, ist einer der kleinsten Vögel Europas. Sie wiegt nur ca. 6-8 g und wird gerade mal 13-15 cm groß, wobei davon allein 7-9 cm ihr Schwanz ausmachen. Dieser ist nämlich überproportional lang und dient ihr als Balancierhilfe. Die Schwanzmeise ist eine gute Kletterin, die sich sehr lebhaft durch die Äste bewegt. Dabei hat sie einen fast kugelrunden Körper, einen kleinen Schnabel und lange, schmale, schwarze Schwanzfedern mit weißen Kanten. Auf ihrem weißen Kopf hat sie einen schwarzen Seitenstreifen. Ihr Bauchgefieder ist hellbraun und die Flügel sind an den Flanken schwarz gefärbt. Männchen und Weibchen lassen sich dabei optisch nicht voneinander unterscheiden.

 

Die Schwanzmeise sucht ihre Nahrung überwiegend an den Enden von Zweigen. Auf der Speisekarte stehen hauptsächlich Insekten und deren Larven, insbesondere im Winter greift sie auch auf Beeren und Samen zurück. 

 

Schwanzmeisen sind Teamplayer und deshalb oft in Gruppen von 10 bis 20 Tieren anzutreffen. Sie kuscheln sich nachts zusammen, um sich zu wärmen, suchen zusammen Futter und helfen sich teilweise auch bei der Jungenaufzucht. Im Winter können die Gruppen dabei auf bis zu 50 Tiere anwachsen. Im Frühling während der Paarungszeit von März bis April baut das Männchen dem Weibchen ein beeindruckendes Nest. Dieses ist eiförmig mit einer Länge bis zu 25 cm, besitzt einen seitlichen Eingang und besteht aus Moosen und Flechten. Außerdem wird es zusätzlich mit Federn und Haaren ausgepolstert. Der Bau dieses Kunstwerkes dauert dabei fast einen Monat. Ist das Nest fertig gestellt, legt das Weibchen dort 7-12 Eier hinein, die mit rosa Sprenkeln übersät sind. Die Eltern brüten die Eier abwechselnd aus und kümmern sich auch gemeinsam um die Jungen. Diese verlassen das Nest dabei oft schon bevor sie fliegen können, werden dann aber weiterhin von ihren Eltern gefüttert und umsorgt.

 

Die Schwanzmeise lebt in Wäldern mit viel Unterholz und Gebüsch-reichen Parks und Gärten, in denen sie genug Versteckmöglichkeiten findet. Sie kommt dabei in Wäldern Europas, Asiens und im Nahen Osten vor. Derzeit ist die Schwanzmeise nicht gefährdet. Allerdings geht ihr Lebensraum zunehmend verloren. Um sie zu unterstützen kann man Hecken und Sträucher in den Garten pflanzen und so Versteckmöglichkeiten für sie schaffen.

 

Text: FÖJ 25/26