Jeden Freitag – Dein neuer KlimaTipp!

Heute: Dein ganz persönlicher KlimAdventskalender

Adventskalender sind mit Vorfreude und Überraschung verbunden, aber leider meist nicht besonders klimafreundlich. Billige Schokolade, Palmöl und jede Menge Plastik, all das schadet uns und dem Klima. Um 1 Kilogramm Schokolade herzustellen, benötigt man bis zu 27.000 Liter Wasser, das entspricht 180 Badewannen.

Eine besondere und auch viel persönlichere Alternative ist ein selbstgestalteter Adventskalender.
Viel Spaß mit unseren Tipps und eurem ganz persönlichen KlimAdventskalender!

  • Kulinarische Überraschungen (Selbstgetrocknete Kräutertees, vegane Vanillekipferl, Gewürzmischungen oder ein Weihnachts-Müsli-Mix)
  • Zeit – im doppelten Sinne fürs Klima (Zeit für einen Spaziergang, Zeit zum Entspannen, Zeit zum Basteln von weihnachtlichen Sternen)
  • Was sonst noch Freude macht (Selbstgemachte Naturkosmetik, ein persönlicher Brief, ein besonderes Foto)

Von A wie Ameisenhaufen bis Z wie Zugvögel…

… die Jungen Naturwächter endeckten in der Burgaue wieder allerhand Spannendes passend zur Winterzeit.

Diesen Samstag trafen sich wieder unsere Jungen Naturwächter in der Auwaldstation. Pünktlich zum Thema „Natur im Wandel“ beobachteten wir vorbeiziehende Gänse, begaben uns auf die Suche nach dem besten Winterversteck für den Igel und erfuhren Spannendes zur Überlebensstrategie der im Auwald heimischen Furzgrundel, dem Europäischen Schlammpeitzger.

Wie ist es als Kleiber kopfüber den Baum hinab zu laufen? Warum klettert ein Eichhörnchen in Spiralen den Baum entlang? Und warum frisst der Storch kaum noch Frösche oder Insekten sondern Stare? Diesen und anderen Fragen gingen wir nach und kamen auf interessante Antworten.

Unseren Nachmittag ließen wir am selbst entfachten Feuer beim Schnitzen und mit der Zubereitung von Meisenknödeln in Tontöpfen, Weidenruten und Baumscheiben ausklingen. Sehr zur Freude unserer Standvögel rings um unsere Auwaldstation. Wer die Kunstwerke der Kinder sehen möchte, sollte sich beeilen, der Futterbaum ist heißbegehrt.

Enten und andere Wasservögel füttern

Es ist bei vielen Brauch: für den Spaziergang zum See wird wohlwollend eine Tüte mit den Brotresten der letzten Woche eingepackt. Da werden sich die Enten aber freuen. Oder nicht?

Ein Kind füttert Wasservögel
Ein Kind füttert Wasservögel; Foto: pixabay.de

Viele Wasservögel, wie Stockenten sind ausgesprochen anspruchslos und fressen so ziemlich alles, was ihnen vor den Schnabel kommt, sich hinreichend verdauen und ohne großen Aufwand erlangen lässt. Da wundert es nicht, das ganze Scharen von Enten an Futterstellen auftauchen und unser, vorher fürsorglich in schnabelgerechte Happen zerteiltes Brot, vertilgen.

Was in geringen Mengen noch nicht schädlich ist, macht die Tiere auf Dauer jedoch krank. Zudem verlieren Wasservögel ihre natürliche Fluchtdistanz zum Menschen, dadurch können sie häufiger Opfer von Fahrzeugen und Hunden werden. Die großen Vogelansammlungen verursachen bei ihnen zudem großen Stress und machen sie aggressiv. Häufiges Füttern beeinflusst ferner die Zuggewohnheiten von Wasservögeln. Was mancherorts dazu führt, dass Vögel auf Reise in den Süden verzichten. Sie sind somit von weiteren Fütterungen abhängig oder überstehen den Winter nicht. Hinzu kommt die starke Verschmutzung des Wassers durch Futterreste sowie durch Ausscheidungen immer größer werdender Populationen. Die Folge sind vermehrtes Algen- und Bakterienwachstum und damit Sauerstoffmangel. Durch die schlechte Wasserqualität überleben nur wenige Wasserorganismen, welche wiederum oft die eigentliche Nahrung der Wasservögel darstellen.

Füttern ist damit ein Eingriff in die Natur, der nicht ohne Grund vielerorts verboten ist. Wir wünschen uns, dass gerade Eltern ihren Kindern Wege zeigen, auch ohne diesen Brauch die Natur zu bewundern. Hierzu zeigen wir Ihnen in der Auwaldstation immer wieder tolle Möglichkeiten.

Wer nicht auf das Erlebnis des Fütterns verzichten möchte, besucht einfach den Leipziger Wildpark. Hier darf nach Herzenslust mit artgerechtem Futter gefüttert werden.

Vorübergehende Schließung der Auwaldstation

Es ist immer wieder ein eindrucksvolles Erlebnis, beobachtet man den Formationsflug unserer Zugvögel. Mancherorts sieht man jetzt noch Kraniche, die zu ihren Winterquartieren in Richtung Süden ziehen.

Auch die Auwaldstation geht in eine ungeplante Winterruhe. Aufgrund der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung müssen wir bis auf Weiteres schließen. Damit entfallen leider sämtliche Veranstaltungen.

Unsere Bauarbeiten schreiten aber umso intensiver voran, sodass wir uns auf ein neues Sommerkleid der Auwaldstation freuen können.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit. Bleiben Sie gesund und genießen Sie die Natur!

Ihr Team der Auwaldstation

Ist das Lebensraum oder kann das weg?

Herumflatterndes Laub, Reisighaufen, Totholz, hohes Gras und wilde Hecken sind so manchem Kleingärtner ein Dorn im Auge. Doch jetzt im Herbst ist der Igel auf der Suche nach solch einem lauschigen Plätzchen, um den ganzen Winter zu verschlafen.
Igel brauchen naturbelassene Gärten, Wälder und Parks. Deswegen findet ihr sie eher in den „unordentlichen“ Ecken. Leider verbringen Menschen viel Zeit damit „Ordnung“ zu schaffen.

Mit voller Kraft des Laubsaugers bleibt nach einem Pflegeeinsatz auch in unseren Stadtparks kein Blatt unter Strauch und Baum. Eigentlich dringend benötigtes Material für den Nestbau. Außerdem werden auch Nahrungsquellen in Form von Kleintieren vernichtet. 

Machen Sie aufmerksam auf dieses Problem! Haben Sie Mut zur wilden Ecke – schaffen Sie Rückzugsräume für Bienen, Igel und andere Nützlinge!